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50 Jahre und kein bißchen leise

Mit einem großen und vielseitigen Festprogramm feierte der Spielmannszug Niederndorf vom 4.06.-6.06.2004 sein 50-jähriges Bestehen.
Wie es schon Tradition ist waren alle 14 Vereine der Dorfgemeinschaft an der Gestaltung des Festes beteiligt und trugen so zum Gelingen bei.
Am Freitag feierte man unter dem Motto von „ABBA bis Zappa“ in der Zeltdisco. Am Samstag beim großen bunten Abend wurde es dann feierlicher. Der Spielmannszug unter langjähriger Leitung von Stabführer Hans-Egon Georg spielte den Eröffnungsmarsch, bevor Zugführer Heinz-Bert Barske die Gäste begrüßte und Erhard Klaas als Schirmherr den Abend offiziell eröffnete. Es folgten zahlreiche Grußworte, darunter auch von Freudenbergs Bürgermeister Eckhard Günther, der zur Feier des Tages die eher selten gesehene Amtskette trug. Sichtlich erfreut über soviel Engagement übereichte er Stabführer Hans- Egon Georg für seinen 50-jährigen bereitwilligen Einsatz und seine große Leistung die Ehrenplakette der Stadt Freudenberg als hohe, selten verliehene Auszeichnung. Es wurden auch noch weitere Mitglieder geehrt .
Für 10 Jahre aktiven Dienst erhielt Britta Schütze die Ehrennadel in Bronze, für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit Heinz-Bert Barske die Ehrennadel in Altsilber und für 50 Jahre währendes Engagement, seit Neugründung des Spielmannszuges wurde Gisbert Klein, Horst Uebach und Hans-Egon Georg die Ehrennadel in Gold überreicht.
Für seine herrausragenden Dienste erhielt Hans-Egon Georg zusätzlich den Goldenen Ehrenbrief, bevor er offiziell nach einem halben Jahrhundert den Stab an Stadtbrandmeister Uwe Saßmannshausen zurückgab, der diesen dann an den neuen Stabführer Heiko Schreiber übergab. Er übernimmt die Leitung nach Beendigung der Feierlichkeiten.
Den zweiten Teil des Festabends gestalteten die örtlichen Vereine. Der Gesangverein in Kostümen der 20-iger Jahre und Liedern von Brecht und Weil. Die Männergesanggruppe imitierten die Comedian Harmonists. Für moderne Rhythmen sorgte die Tanzgruppe des TSV Oberfischbach. Die Mädchen brachten den Saal in Schwung und animierten zum Mittanzen. Das Männerbalett mit dem „Sterbenden Schwan“ sorgte für schallendes Gelächter. Der Papst hatte bebenfalls seinen „Mon Signore“ geschickt, um dem Spielmannszug seine Glückwünsche zu überbringen. „Hape Kerkeling“ brachte seine reizenden Brasilianerinnen mit, die eine echte Augenweite für die anwesenden Herren waren. Die „Blues Brothers“ heitzen das Festzelt richtig auf. Auch ein „Tapezierer“ erzählte von seinem aussichtslosen Kampf mit der Tapete. Der Musikverein spielte einige Stücke aus seinem Repertoire. Anschließend spielte er gemeinsam mit dem Spielmannszug den „Großen Zapfenstreich.“ Das Fest Klang mit Musik und Tanz bis in den Morgen aus.
Am Sonntag zog dann ein farbenprächtiger Festzug durch die Straßen Niederndorfs.
Er endete am Festzelt, wo dann die teilnehmenden Spielmanns- und Fanfarenzüge nochmals musikalisch aufspielten.